Pflege von Fenster und Türen vom Fachmann

Pflege von Fenstern und Türen

Fenster und Türen sind komplexe Bauteile, die regelmäßig – mindestens einmal pro Jahr – überprüft werden müssen. Mit der Wartung und Pflege sorgen Sie dafür, dass Sie lange Freude daran haben und die Funktion sichergestellt ist.
Die folgenden Profi-Tipps helfen bei der Wartung und Pflege ihrer Fenster und Türen.

Reinigung:
Fenster oder Türen – ob Kunststoff oder Holz – haben Oberflächen, die je nach Beanspruchung regelmäßig ohne Scheuermittel und aggressive Putzmittel gereinigt werden sollten. Die Reinigung sollte schonend erfolgen.
So kann zu starkes „Rubbeln“ auf der Silikonversiegelung zum Beispiel zu Silikonschlieren auf dem Glas führen. Achtung auch bei Microfaser-Tüchern: eine Verletzung der Silikonoberfläche ist möglich. Sind die Fenster neu, sollte die Versiegelung in den ersten 4 Wochen nicht gereinigt werden, da das Silikon ggf. noch nicht durchgehärtet ist.

Oberflächenbeschichtung:
Beim Reinigen sollten Sie auch prüfen, ob speziell bei Holzfenstern die Oberflächenbeschichtung noch intakt ist. Beschichtungen können durch die Bewitterung oder durch mechanische Beanspruchungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Renovierungsanstriche:
Eine rechtzeitige – bei extremer Klimabeanspruchung jährliche – Überprüfung und Ausbesserung einzelner, auch kleinerer Schadstellen ist bei allen Oberflächenbehandlungen von Außenbauteilen aus Holz dringend zu empfehlen.
Die Überarbeitungen sind bei Lasurbeschichtungen häufiger (etwa alle zwei Jahre, je nach Bewitterung) als bei deckenden Beschichtungssystemen (etwa alle vier Jahre, je nach Bewitterung) erforderlich.

Dichtungen reinigen:
Die Dichtungen an Ihren Fenstern sorgen dafür, dass im Regelfall (normaler Regen und Wind) keine Zugluft entsteht und das Fenster keinen Regen nach innen durchlässt.
Dichtungen sollten daher regelmäßig auf ihren korrekten Sitz überprüft und auch gelegentlich gereinigt werden. Achten Sie auf die Ecken der Dichtungen – sind sie dicht? Nach einigen Jahren kann es sinnvoll sein, alte Dichtungen gegen neue zu tauschen, da auch Dichtungen einer Abnutzung bzw. einem Alterungsprozess unterliegen.

Glasdichtungen:
Es empfiehlt sich, beim Reinigen auch die Abdichtung des Glases zum Flügelrahmen zu prüfen. Ist die Abdichtung mit Silikon-Dichtstoff ausgeführt, sollten Sie nachsehen, ob das Silikon noch am Glas und am Rahmen haftet – man erkennt dies in der Regel auch optisch. Sollte das Silikon nicht in Ordnung sein, muss die Fuge umgehend nachgebessert werden.
Bei der so genannten Trockenverglasung prüfen Sie, ob die Dichtlippe sauber am Glas anliegt. Sind Sie nicht sicher, ob hier alles in Ordnung ist, helfen wir gerne.

 

Entwässerungsöffnungen:
Überprüfen Sie beim Reinigen die Entwässerungsöffnungen im unteren Rahmenprofil bzw. in der Wetterschutzschiene. Die Öffnungen sorgen für den Ablauf von Regenwasser, falls einmal Wasser eindringt. Verstopfte Öffnungen unbedingt reinigen.

Beschläge:
Die hochwertigen Beschläge an Ihren Fenstern sollten mindestens einmal jährlich mit säure- und harzfreiem Fett oder Öl geschmiert werden. Insbesondere Sicherheitsschließbleche sollten immer mit einem Fettfilm versehen sein, der einem möglichen Abrieb vorbeugt. Stellen Sie fest, dass sich eine Befestigungsschraube gelöst hat, ziehen Sie diese wieder an.

Die optimale Einstellung der Fenster sorgt für die Dichtigkeit und den Komfort. Es kann immer vorkommen, dass ein Nachjustieren erforderlich oder sinnvoll ist. Gerne helfen wir Ihnen beim Einstellen oder Nachjustieren der Beschläge.

Tauwasser beseitigen:
Gerade in der kalten Jahreszeit kann es vorkommen, dass sich im Fensterfalz Tauwasser bildet. Dieser Effekt lässt sich durch eine ausreichende Lüftung sehr stark reduzieren. Stellen Sie Tauwasser fest, sollten Sie dieses Wasser beseitigen, zum Beispiel morgens während des Stoßlüftens.

Richtiges Raumklima:
Um die Vorteile der neuen Fenster und Türen zu nutzen und gleichzeitig der Überfeuchtung entgegenzuwirken, sollten Sie folgende Lüftungs-Ratschläge beachten:
Morgens alle Räume 10 bis 15 Minuten lüften – vor allem das Schlafzimmer und Bad
Im Laufe des Tages noch mehrmals lüften – je nach Feuchtigkeitsanfall
Die Fenster sollten nicht nur gekippt, sondern ganz geöffnet werden, damit durch Stoßlüftung ein intensiver Luftaustausch in kürzester Zeit garantiert wird.
Durch die sogenannte Querlüftung (gleichzeitige Öffnung des gegenüber liegenden Fensters oder der Tür) erzielen Sie eine bessere Wirkung.
Während des Lüftens die Heizung abdrehen

Kondensat an der Außenseite des Fensters:
Vor allem im Herbst tritt ein Phänomen auf, das so manchen Hauseigentümer mit neuen Fenster erstaunen lässt: Die Fensterscheiben beschlagen auf der Außenseite! Wie kann es dazu kommen?
Die im Herbst zum Teil sehr hohe Luftfeuchtigkeit, vor allem an den Tagen, an denen sich Nebel bildet, beschlägt auf der kältesten Stelle, in diesem Fall der Außenseite der Fensterscheibe. Hier ist die isolierende Wirkung der Wärmeschutzverglasung optisch erkennbar. Die isolierende Wirkung der Scheibe ist so gut, dass deren Außenfläche nicht mehr erwärmt, obwohl die Oberflächentemperatur der Innenfläche annähernd so hoch ist wie die Raumtemperatur. Dies zeigt, dass die Verglasung den Begriff „Wärmeschutz“ zu Recht trägt. In diesem Fall handelt es sich also um keinen Mangel am Fenster oder der Verglasung, sondern vielmehr um ein „Gütezeichen“.

Fazit:
Ausreichendes und korrektes Lüften hilft, Energie zu sparen und somit die Umwelt zu schonen, da frische trockene Luft schneller erwärmt wird als überfeuchtete Luft. Die frisch erwärmte Luft bleibt dank der neuen, dichten Fenster im Wohnraum und sorgt für ein behagliches, gesundes Raumklima.